Neuer Herren 1 Trainer

Kornwestheimer Zeitung von Marius Venturini vom 25.6.2022

Herren 1 Coach Mladen Pejkic


Die „12“ ist heilig für Mladen Pejkic. „Vlade Divac hat in der NBA diese Nummer getragen“, sagt der 44-Jährige, „bei den Los Angeles Lakers hat er unter anderem mit Magic Johnson zusammengespielt.“ Der serbische Ex-Basketballer, der bis August 2020 General Manager der Sacramento Kings war, ist Pejkics Held. Spiele mit Beteiligung des riesigen, 2,16 Meter großen Centers weckten die Begeisterung des Kornwestheimers für den Sport mit der Reuse. „Deshalb ist die ‚12‘ die coolste Nummer, ich hatte sie auch immer“, sagt der neue Cheftrainer des Giants-Männerteams lachend – und fügt dann scherzhaft hinzu: „Ich habe mir auch extra so einen leichten Vollbart stehen lassen.“

Vielleicht gelingt unter Pejkic doch noch der Aufstieg
Pejkic folgt als Headcoach auf Miroslav Zujevic, der die Mannschaft zwei Jahre lang betreut hatte. In dieser Zeit war ihm allerdings der Sprung von der Bezirks- in die Landesliga verwehrt geblieben – ein Aufstieg, auf den man bei der Skizunft schon lange hofft. Mladen Pejkic, zuvor Trainer der erfolgreichen U12-Junioren, kann der wichtige Schritt nun gelingen. In der Relegation Anfang Juli wird die Mannschaft bereits von ihm gecoacht. Die erste Einheit unter dem neuen Übungsleiter haben die Giants am vergangenen Dienstag absolviert.

Pejkic gehört zum Inventar der Giants, ist als stellvertretender Abteilungsleiter für die männliche Jugend zuständig. 1989 stieß der Mann, der stets einen lockeren Spruch auf den Lippen hat, zur Skizunft, spielte in der Jugend und in der Aktivenmannschaft und trainierte die B-Junioren. „Dann ist das Team aber irgendwie auseinandergefallen“, erinnert er sich. Nach Stationen in Marbach und Bietigheim war erst einmal Schluss. Mit Anfang 30 packte es ihn aber wieder, unter anderem engagierte er sich als Spielertrainer der ersten Mannschaft und Jugendcoach.


Zum ersten Mal bei den Erwachsenen an der Seitenlinie
Jetzt folgt also das erste Mal, dass er bei den Erwachsenen ausschließlich an der Seitenlinie steht. Seine Mentalität macht er unmissverständlich klar: „Egal, welchen Mannschaftssport du trainierst, es geht immer um die Einstellung in der Birne.“ Und auch in Sachen Motivation hat er aus dem Jugendbereich einen entsprechenden Ansatz mitgebracht: „Man muss die Kids da packen, wo sie sich verbessern können.“ Das sei, ganz abgesehen von den basketballerischen Fähigkeiten, häufig eben die Einstellung.

Bei vielen Akteuren, die künftig und auch schon kurzfristig für die erste Mannschaft in Frage kommen, dürfte die jedoch ganz gut passen. Die U18, aus der viele Spieler ins Team rücken sollen, krönte sich in diesem Jahr immerhin zum Baden-Württembergischen Meister. Doch genau in solchen Konstellationen liegt im Aktivenbereich die Krux: Nachwuchsbasketballer, die sich schon im jungen Alter mit einem vergleichsweise großen Titel schmücken, wollen auch danach gerne höherklassig spielen. Da ist ein Bezirksligateam wie das der Giants häufig vergleichsweise wenig attraktiv.

Außenseiter in der Relegation
In der Relegation besteht nun zumindest noch theoretisch die Chance, den Aufstieg doch noch zu schaffen. Gegner sind die Crailsheim Merlins III als potenzieller Landesliga-Absteiger und der TSV Schmiden als Zweiter der Bezirksliga-Parallelstaffel. Pejkic sieht sein Team eher als Außenseiter. „Bei beiden Gegnern gibt es Spieler, die schon höherklassig gespielt haben“, sagt er. Er selbst führe derzeit noch Gespräche mit Leuten, die seinem Team kurzfristig aushelfen könnten. Namen will er aber keine nennen. Auch versucht die Skizunft noch, das Dreierturnier nach Kornwestheim zu holen. „Das wird aber wahrscheinlich nichts werden, da es für gewöhnlich immer beim möglichen Absteiger stattfindet“, so Pejkic.

Jetzt hat er nur noch ein Problem. „Wenn jetzt alle wissen, dass ich die Nummer 12 so toll finde, muss ich aufpassen. Nicht, dass die alle haben wollen“, sagt er. Aber auch dafür wird er mit Sicherheit eine Lösung finden.